LABORATOIRE KONTEMPO

* Live aus Kinshasa *

Radio Kinzonzi

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Radio Kinzonzi * Live aus Kinshasa *
von den Künstler*Innen Orakle Ngoy, Jasmina Al-Qaisi und Ralf Wendt, den Teilnehmer*Innen und Freund*Innen des Laboratoire Kontempo 2021/22 17:00-20:00 Uhr

Gemeinsam tauchen wir tief in die Erforschung neuer Wege ein, um ohne Hierarchien und Grenzen zu kommunizieren – von Kinshasa direkt in die Ohren durch das Radio. Gemeinsam schauen wir uns Begriffe an, Kunst ist nur einer von ihnen. Wir bringen KINZONZI und die verschiedenen Bedeutungen, die die Menschen damit verbinden, in mehreren Sprachen zum Klingen, ohne den Wunsch zu verstehen, sondern um zu spüren. Auf diese Weise lernen wir uns gegenseitig kennen. Unsere Worte, unsere Gedanken, werden zu Spiegeln, damit diejenigen, die ihr Gedächtnis verloren haben, sich selbst sehen können. Gemeinsam sammeln wir Geheimnisse, um sie öffentlich zu machen. Diskussionen, Diskurse, Audiobilder, Straßenrhythmen treffen auf Stimmen von Nicht-Menschen und Maschinen. Radio Kinzonzi schlägt eine ehrliche Art des Seins vor.

Wir haben die Eröffnung der Ausstellung Laboratoire Kontempo 2021/22 Kinzonzi im Nationalmuseums der Demokratischen Republik Kongo am 15. Oktober von 17 bis 20 Uhr Kinshasa-Zeit live übertragen.Die mobile Live-Radioaktion von Jasmina, Orakle und Ralf bestand aus Collagen der Kinzonzi-Themen vor und während der Ausstellung; wir können verschiedene Perspektiven und Blickwinkel hören, wir können uns ein Kinzonzi-Universum vorstellen, das von den Künstler*Innen und dem Publikum in Kinshasa geschaffen wurde. Wir haben gemeinsam Ausschnitte aus der Performance von Kill Bill gehört, Klänge von Kunstwerken, das Konzert von Village Papa Nyangombe. Wir haben mit Menschen gesprochen: Mega Mingiedi und Taxi Radio, Mukenge/Schellhammer, Priska Tankwey, Rachel Nyangombe, Viko Moussa, Paulvi Ngimbi, Jean Kamba, Miguel Buenrostro, Luiza Prado, Jérôme Chazeix, Huguette Tolinga, Raul Walch, Gabriella Torres-Ferrer, Jérôme Chazeix, Luiza Prado, Peter Miyalu, Cornelia Lund, Darwin Mumete, Rordrigo und die Liste wird ständig aktualisiert. In der Radiosendung waren auch Musik und Stimme von Priska Tankwey und Paulvi Ngimbi zu hören, ihrer installation, sowie Musik von der Band Fulu Miziki und Antoine, dem Gitarristen, den wir im Chez TinTin kennengelernt hatten. Ein Kunstwerk von: Adonis Delta

Vor ihrer Live-Sendung begannen Orakle, Jasmina und Ralf mit der Veröffentlichung ihrer in Kinshasa geleisteten radiophonen Arbeit in Radio Okapi. Sie hatten ein Gespräch mit Herrn Jean-Marc Matwaki Mofelele, der sie interviewte und ihren Beitrag über den Begriff und die Themen von Kinzonzi zusammen mit den Stimmen der Teilnehmer*Innen und Freund*Innen des Laboratoire Kontempo 2021/22 auf Radio Okapi vorstellte. Ihr Beitrag war am Freitag, den 15. von 16 bis 18 Uhr zu hören; am Freitag auf Décrochage „Info Kin“ von 16.05 bis 17 Uhr und von 20 bis 21 Uhr; am Samstag von 14.05 Uhr und im Magazin Okapi Métissage von 17 bis 19 Uhr; am Sonntag von 13 bis 15 Uhr auf FM in der DR Kongo:
Kinshasa 103,5; Bunia 104,9; Bukavu 95,3; Goma 95,5; Kindu 103,0; Kisangani 94,8; Lubumbashi 95,8; Matadi 102,0; Mbandaka 103,0; Mbuji-mayi 93,8 und online.

„Kinzonzi“ ist ein Projekt von Laboratoire Kontempo und ACUD Macht Neu Berlin.

Orakle Ngoy (*1981) ist eine Musikerin, Slammerin, Rapperin und Performerin aus der Demokratischen Republik Kongo, studierte Juristin, Gründerin des Afrika Diva Kollektivs, das sich für die Förderung weiblicher Talente in der Demokratischen Republik Kongo einsetzt, Veranstalterin des Yambi City Festivals, Aktivistin und Mutter.
Seit vielen Jahren wendet sie sich gegen Hass, Sexismus, Ungleichheit und Gewalt. Ihre Kunst ist ein eindringlicher Appell an die Menschen in Kinshasa, „Moms“ und alle Frauen zu respektieren. Ihre Musik ist wie sie selbst, eine Mischung aus Fröhlichkeit, Ghetto und Kinshasa-Realität, die kongolesische Musikstile, Folklore und Performance-Kunst miteinander verbindet. Seit 2018 ist sie Vizepräsidentin des Ausschusses für das Arteriennetz in Kinshasa. Sie hat an vielen Projekten innerhalb und außerhalb der Grenzen des Kongo mitgewirkt (um nur einige zu nennen): Yambi, ACUD Macht Neu, Berlin und Kinshasa, 2019; Spinning Triangles, S A V V Y Contemporary, Berlin und Kinshasa, 2019; Punch Agathe, Pumpenhaus, Münster und Stuttgart, 2019; Konzerte in Tunis (Journées Musicales de Carthage, 2018); Brazzaville (Mbote Hip-Hop, 2018); Dakar (Afropolitan, 2018) etc. Seit 2018 leitet sie das Yambi City Festival, das sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Afrika Diva Collectif, das sie 2014 gegründet hat, produziert.

Jasmina Al-Qaisi ist Schriftstellerin und Archivarin. Sie macht oft Wellen in freien, unabhängigen, temporären oder mobilen Radios und ist Mitglied der klanginteressierten Künstlergruppe Research and Waves. Manchmal tritt sie in anderer Form auf: als Walking Scientist, als Bird-Watcher, als Schnelle Musikalische Hilfe oder als einzige Vertreterin des Self-Entitled Office. Sie ist Co-Autorin diverser Audio-Aktionen mit dem Künstler Ralf Wendt.

Ralf Wendt arbeitet im Bereich der zeitbasierten und literarischen Kunst an der Dekonstruktion menschlicher und tierischer Sprache und hinterfragt die Ordnung der Dinge. Seit Mitte der 90er Jahre thematisiert er in Performances, Filmen und Radiokunst eine Poetik der Suprasegmentalia, oft mit der Gruppe Wolf In The Winter. Die Verbindung von Performancekunst mit dem Medium Radio führte Wendt aus den Galerien und Festivals ins freie Radio. Wendt bringt verschiedene künstlerische Ausdrucksformen zusammen, die sich für utopische/dystopische gesellschaftliche Störungen interessieren. Er gibt seine Erfahrungen als Pädagoge in verschiedenen Universitäten, Kunstschulen und Medienbildungszentren weiter.