LABORATOIRE KONTEMPO

MENU

Image
Image
Image
Image
Image

Mayangani

Prisca Tankwey

Die Installation von Paulvi Ngimbi und Prisca Tankwey ist als Interaktion von Medien aus verschiedenen künstlerischen Welten konzipiert und schafft eine Sprache, die von den vorhandenen symbolischen Elementen getragen wird. Es gibt viele Fragen, die mit dem Aussehen, der Spiritualität und der Beziehung zum Göttlichen in ihrer unmittelbaren Umgebung zu tun haben. Auch die Frage nach Leben und Tod wird durch universelle Symbole wie die weißen, beleuchteten Totenköpfe beantwortet. Diese große Installation, in der Licht und Farben aufeinanderprallen, enthält eine Art Kuppel, die von Kuppeln oder der mittelalterlichen europäischen Kirchenarchitektur inspiriert ist und von einem Druck von Glasfenstern mit nicht biblischen Erzählungen umhüllt ist. Hier lädt Prisca die Betrachter zu eklektischen Gesprächen vor dem Hintergrund alter Familienfotos ein, in denen sie persönliche Fragen stellt, die sich auf die Lösung der psychosozialen Komplexe konzentrieren, die ihre Gesellschaft durchziehen. Eine Art kollektiver Exorzismus.

Prisca Tankwey wurde 1997 in Kinshasa geboren, wo sie mit dem Kollektiv Laboratoir’Art zusammenarbeitet. 2019 machte Sie ihren Abschluss in Bildhauerei an der Académie des Beaux-Arts Kinshasa.

Derzeit ist sie Lehrbeauftragte in der Abteilung für Malerei an der Académie des Beaux-Arts. Seit 2015 ist sie als Künstlerin an verschiedenen Gruppenausstellungen und Workshop-Residenzen, sowohl in der DR Kongo als auch in Deutschland, Brazzaville, etc. tätig. Sie arbeitet als multidisziplinäre Künstlerin, Malerin, Illustratorin, Fotografin und Bildhauerin. Tankwey nahm 2019 an einem Austausch an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden teil. Sie war beteiligt an der Ausstellung „Rückkehr nach Afrika“ in Bandjoun Station, Kamerun.

KÜNSTLERISCHER ANSATZ

Konfrontiert mit einer Leere, einem Verlust, der sie sowohl persönlich als auch künstlerisch immer wieder beeinflusst hat, erforscht Tankwey den Begriff der unerwarteten Veränderung, wobei sie die autobiografische Erfahrung als Ausgangspunkt nutzt. Vom Positiven zum Negativen, vom Negativen zum Positiven, vom Aufstieg zum Fall, von unten nach oben… Veränderungen, Brüche, aber auch Fragen zu den brutalen und unerwarteten Umwälzungen in der Geschichte ihres Kontinents und der Welt. Sie provoziert und schlägt einen anderen Blick vor, sowohl auf kongolesische soziale Konstrukte als auch auf universelle Konventionen.