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Bilobela TV Lokuta FM

Billy Ngalamulume alias Kill Bill

Im Zuge seiner Kritik an bestimmten Medien und von ihnen präsentierten Perspektiven, setzt sich der Künstler Billy selbst in Szene. Nachdem seine künstlerische Arbeit im Rahmen mehrerer Projekte von ausländischen Regisseuren verändert und manipuliert wurde, fängt er an für eine selbstbestimmte Repräsentation seiner Arbeit einzustehen. In seinen Performances zertrümmert er die Bildschirme. Auf den Monitoren ist er selbst zu sehen, wie er andere Monitore zertrümmert. Um zu verdeutlichen, wie sehr seine Tat auf die Manipulation der Medien und vor allem der Regisseure zurückzuführen ist, mit denen er Rollen spielen musste, die nach Agenden ausgerichtet und präsentiert wurden, die nicht der Realität entsprachen, sondern vielmehr die Erwartungen eines Publikums nährten, das nach einem neu gestalteten „Exotismus“ verlangte. Durch diesen Akt der Zerstörung entsteht eine Konstruktion neuer Erzählungen, die aus der Dekonstruktion vorgefertigter und stereotyper Vorstellungswelten hervorgeht, um Platz für die Realität zu schaffen, die nicht den anachronistischen und sklerotischen Agenden entspricht.

Billy Ngalamulume, auch bekannt als Kill Bill, wurde in Kinshasa geboren. Er lebt und arbeitet dort als multidisziplinärer Künstler: Performance, Graffiti-Künstler, Slammer, und andere. Er ist Mitglied des Farata-Kollektivs und hat 2013 seinen Abschluss in Innenarchitektur an der Akademie der Schönen Künste in Kinshasa gemacht.

Er hat an mehreren künstlerischen Aktivitäten in Kinshasa teilgenommen, darunter das Kinact-Festival, der Kunstwettbewerb Art Tembo und das Kinshasa-Performance-Kunsttreffen „Kin-Etelemi-Telemi“, das vom Farata-Kollektiv organisiert wurde, dessen Mitbegründer er ist.

Billy stellt seinen Körper zur Schau.Er nutzt ihn in Verbindung mit recycelten Materialien als Medium, um Themen zu behandeln, die mit seinem persönlichen Weg in der Kunstwelt zusammenhängen, aber auch Themen von allgemeinem Interesse wie Fragen zur Umwelt, zur Geschichte seines Landes und zur Kritik an der Funktion der Medien zur Manipulation der Massen. Durch Videoprojektionen während seiner Performances verbindet er seine Praxis mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Mit Hardcore-Performances sendet dieser ausdrucksstarke und manchmal erschütternde Subjekt-Körper durch Gesten und Aktionen ein Echo aus, das Fragen an die Gesellschaft aufwirft.