ÜBER DAS PROJEKT
„Kontempo“ ist ein Begriff, der als Neologismus in der unabhängigen Kunstszene Kinshasas entstanden ist. Als Gegenerzählung zum westlich geprägten akademischen Diskurs hat sich „Kontempo“ als neuer Code und als Neuinterpretation des Begriffs „contemporary“ in Kinshasa etabliert.
Das Projekt bringt internationale und lokale Künstler*Innen, Forscher*Innen und Theoretiker*Innen in einem experimentellen, transdisziplinären, analogen und digitalen Raum zusammen, um die verschiedenen Perspektiven rund um den Begriff des „contemporary/zeitgenössischen“ zu untersuchen. Das Laboratoire Kontempo hinterfragt gängigen Strukturen postkolonialer Macht und die vorherrschenden Trends in der internationalen zeitgenössischen Kunstszene.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Austausch zwischen lokalen Perspektiven aus Kinshasa zu Themen, die international diskutiert werden, aber direkten Einfluss auf das tägliche Leben und die künstlerischen Strömungen haben. Zu diesen Themen gehören Stereotypen in der Wahrnehmung Afrikas und afrikanischer Kulturen, postkoloniale Realitäten und ihre Machtdynamik sowie sprachliche, intellektuelle und epistemische Hierarchien.
Das Team
Laboratoire Kontempo im Jahr 2019 von dem Künstler:innenduo Mukenge/Schellhammer in Kinshasa gegründet. Christ Mukenge (*1988 in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo) und Lydia Schellhammer (*1992 in Konstanz, Deutschland) leben und arbeiten seit 2016 als Künstler:innenduo Mukenge/Schellhammer zwischen Deutschland und der Demokratischen Republik Kongo. Ihr Werk ist geprägt von unterschiedlichen kongolesischen und westlichen Malereitraditionen sowie zeitgenössischer Populärkultur. In den letzten Jahren hat sich zwischen den Methoden, Ausdrucksweisen und visuellen Gewohnheiten der beiden Künstler:innen ein dritter Stil entwickelt: die Bildsprache des „Duos“. Das Duo ist zu einem eigenständigen Wesen mit eigenen formalen Besonderheiten und einer eigenen Ästhetik geworden, zu einem zweiköpfigen Monster, das durch den Druck unserer Gegenwart geformt und deformiert wird. Es entsteht eine kollektive Bildsprache, die sich gängiger Zuschreibungen und Stereotypisierungen von Urheberschaft, künstlerischer Tradition und geografischer Verortung entzieht. Mukenge/Schellhammer erweitert den malerischen Ansatz auf verschiedene Medien, unter anderem durch die Arbeit mit Virtual und Augmented Reality (VR und AR), Video und Performance.
IMPRESSUM
Projekt/Website
Lydia Schellhammer, Christian Mukenge
Email: lydia_schellhammer(@)web.de, christ.muke(@)yahoo.fr
Homepage: www.mukengeschellhammer.com
Design & Programmierung
Design: Elsa Westreicher
Originaldesign der Ratte: Mukenge/Schellhammer
Programmierung der Website: Juan Pablo García Sossa & Max Wohlleber
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